Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid: Roman

 
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Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid: Roman

Beschreibung

Vom Erbe unserer Mütter und dem Wagnis eines freien Lebens

In Berlin tobt das Leben, nur die 27-jährige Hannah spürt, dass ihres noch nicht angefangen hat. Ihre Großmutter Evelyn hingegen kann nach beinahe hundert Jahren das Ende kaum erwarten. Ein Brief aus Israel verändert alles. Darin wird Evelyn als Erbin eines geraubten und verschollenen Kunstvermögens ausgewiesen. Die alte Frau aber hüllt sich in Schweigen. Warum weiß Hannah nichts von der jüdischen Familie? Und weshalb weigert sich ihre einzige lebende Verwandte, über die Vergangenheit und besonders über ihre Mutter Senta zu sprechen?

Die Spur der Bilder führt zurück in die 20er Jahre, zu einem eigensinnigen Mädchen. Gefangen in einer Ehe mit einem hochdekorierten Fliegerhelden, lässt Senta alles zurück, um frei zu sein. Doch es brechen dunkle Zeiten an.

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Produktdetails

EAN / ISBN-:
9783423282734
Medium:
Gebundene Ausgabe
Seitenzahl:
368
Erscheinungsdatum:
2021-01-20
Herausgeber:
dtv Verlagsgesellschaft
EAN / ISBN-:
9783423282734
Medium:
Gebundene Ausgabe
Seitenzahl:
368
Erscheinungsdatum:
2021-01-20
Herausgeber:
dtv Verlagsgesellschaft

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Eine spannende Familiengeschichte über vier Generationen von Frauen

Von Laila am 2021-02-08 14:08:46
Alena Schröder webt mit diesem Roman eine vier Generationen umfassende Geschichte, in der es um historische Verantwortung, um Wiedergutmachung und den Einfluss der Geschichte auf die Gegenwart geht. Dabei widmet sie sich mit der Entwendung jüdischen Eigentums einem wichtigen Kapitel der deutschen Geschichte und der Shoah. Es gelingt ihr, daraus keine kitischige eindimensionale oder verklärte Geschichte zu schreiben. Stattdessen entwirft sie mit Hannah eine Figur, die die totgeschwiegenen Teile ihrer Familiengeschichte zu ergründen versucht und dabei auch mehr über ihre Großmutter und deren Leben zwischen zwei Welten, der der leiblichen, intellektuellen Mutter und der der hitlertreuen Tante, lernt. Über die Beschäftigung mit ihrer Familiengeschichte, die Hannah anfangs eher weniger interessiert, lernt sie auch sich selbst besser kennen und kann für sich ausloten, was sie beruflich und persönlich wirklich möchte. Durch die bildhafte Sprache und die facettenreichen Charaktere entsteht eine Geschichte, die man schnell und gerne liest. Das Thema NS-Raubkunst wird nicht nur oberflächlich verhandelt. Die Autorin bringt fundierte historische Fakten ein, die die Geschichte nicht nur besser greifbar machen, sondern den Leser*innen verdeutlichen, wie viel in deutschen Familien bis heute geschwiegen wird und wie viele jüdische Familien bis heute keine wiedergutmachung erhalten haben - wenn so etwas angesichts der Schrecken der Shoah überhaupt möglich ist. Dabei nehmen ihre Charaktere kein Blatt vor den Mund und räumen mit dem Mythos auf, wonach im Dritten Reich niemand von etwas gewusst haben will. So kann das Buch auch als ein Appell verstanden werden, wo möglich noch die eigene Familiengeschichte zu ergründen, um der historischen Verantwortung gerecht zu werden. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen und kann es Fans historischer Romane nur ans Herz legen - insbesondere auch, weil zur Abwechslung keine Romanze im Vordergrund steht.

Nicht nur der Titel hat mich fasziniert

Von Martina am 2021-02-08 14:04:16
Zugegebnermaßen bin ich auf das Buch in erster Linie durch seinen außergewöhnlichen Titel aufmerksam geworden, und das habe ich bis zur letzten Zeile nicht bereut! Ich habe es in kürzester Zeit verschlungen, konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Die Autorin erzählt uns die Familiengeschichte über vier Generationen, Kapitel weise wechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was ja meistens wie auch hier für ein hohes Spannungspotential birgt. Die Protagonisten Hanna, eine junge Frau, Studentin und Single, die ihren Platz im Leben noch nicht wirklich gefunden zu haben scheint, besucht regelmäßig ihre Großmutter Evelyn in einer Seniorenresidenz. Eines Tages erhält die alte Dame einen Brief einer Organisation, die sich auf das Aufspüren von verschollener Kunst und deren Rückübereignung aus Zeiten des dritten Reiches verschrieben hat. Evelyn will damit jedoch nichts zu tun haben, weißt das Thema strikt von sich, doch Hannas Neugierde ist geweckt, und sie macht sich auf die Suche nach Antworten, viele Geheimnisse kommen zutage, die in ihrer Familie offenbar jahrzehntelang unter den Teppich gekehrt wurden. Warum wehrt sich Hannas Großmutter so vehement gegen die Fragen ihrer Enkelin die Familiengeschichte betreffend. Mich hatte die Autorin quasi von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, das Lesen fällt leicht, und die Charaktere sind so bildhaft geschildert, dass ich sie als wunderbar authentisch empfunden habe. Alena Schröder hat hier einen wunderbaren Debutroman präsentiert, der von mir die volle Punktzahl erhält und eine unbedingte Leseempfehlung! Ich hoffe, wir müssen auf ihr nächstes Buch nicht allzu lange warten!

Ein Roman wie ein Gemälde

Von Monika am 2021-02-02 14:58:24
Dieses wunderschöne farblich geschmackvolle Cover hat sofort meinen Blick auf sich gezogen. Der Titel kommt der Beschreibung eines Gemäldes gleich, was sich dann auch bei der Beschreibung der Inhaltsangabe wieder zum Vorschein kommt. Eine überzeugende Familiengeschichte die uns zeigt: Es gibt nicht nur "das Eine", man muss auch "das Andere" akzeptieren. Es ist ein spannender und historischer Roman in einem eingehenden und gefälligen Schreibstil. Vielleicht packt Alena Schröder ein bißchen zu viel in ihren Debütroman und vielleicht wären ab und zu für ein paar Erklärungen hundert Seiten zusätzlich nicht verkehrt gewesen. Trotzdem gefallen mir die gelungenen Verknüpfungen der Handlungsstränge sehr gut. Mein Fazit: Vier Frauen, vier Generationen und die Verarbeitung von so manchem Traum sowie ein sich schließender Kreis - lesenswert und interessant.