Verkaufen
Bücher & mehr kaufen
Kleidung kaufen
nach
oben

Revolution im Kopf: Die Zukunft des Gehirns. Gebrauchsanweisungen für das 21. Jahrhundert

von: Bas Kast
Kategorie: Denken
1 Bewertung
Gebraucht - Sehr gut
19,84 €
  • Geprüfte Gebrauchtware
  • Versandkostenfrei ab 10 Euro
 % SALE % 
sofort lieferbar

19,84

inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten
Zahlungsarten
Versand
Aktuell haben wir leider keine ausführliche Beschreibung zu diesem Artikel.
Medium Taschenbuch
Seitenzahl 174
Erscheinungsdatum 2003-01-01
Sprache Deutsch
Edition 1., Aufl.
Herausgeber Berlin Verlag Taschenbuch
EAN / ISBN-13 9783833302350
Bei Amazon kaufen

Die gelieferte Auflage kann ggf. abweichen.

 
Kundenbewertungen
1 Bewertung 3.0 von 5 Sternen
5 Sterne
 
4 Sterne
 
3 Sterne
 
2 Sterne
 
1 Stern
 
Frank schreibt:
„Im Gegensatz zur weitverbreiteten Annahme enthüllt die sorgfältige Untersuchung einer Beobachtung die Eigenschaften des Beobachters. Wir, die Beobachter, unterscheiden uns gerade durch die Unterscheidung dessen, war wir anscheinend nicht sind, nämlich durch die Welt.“ Man braucht sich diese radikale These des chilenischen Biologen Francisco Varela nicht zu Eigen zu machen. Aber nach allem, was man heute über die Funktionsweise des menschliches Gehirns weiß, lässt sich Eines nicht mehr leugnen: Die gesamte Wirklichkeit ist eine Kopfgeburt. Das Gehirn ist Tag und Nacht damit beschäftigt, Modelle der Außen- und Innenwelt zu konstruieren. Diese Modelle und nur diese Modelle werden wahrgenommen, wann immer irgendetwas wahrgenommen wird. Das Einzige, womit sie konfrontiert werden können, sind wiederum Modelle. Die Wirklichkeit selbst ist ebenso wenig zugänglich wie das, was sich abspielt, wenn sich das Gehirn konstruktiv betätigt.
Die moderne Hinforschung hat sich allerdings in den letzten Jahrzehnten die raffiniertesten Experimente einfallen lassen, durch die zu erschließen versucht, wie die Welt im Kopf entsteht. Mit den revolutionären Erkenntnissen, die dabei herausgekommen sind, und mit ihren möglichen Auswirkungen auf das Alltagsdenken befasst sich das neue Buch des Wissenschaftsjournalisten Bas Kast. Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen von Kast ist die Einsicht, dass allein die Sinnesorgane in direktem Kontakt mit der physikalischen Welt stehen, wohingegen das Gehirn ihr gegenüber hermetisch abgeriegelt ist. Den Sinnesorganen nützt ihr Privileg allerdings wenig, denn sie sind nicht dazu im Stande, die Rohdaten, die sie pausenlos produzieren, selbst in Wahrnehmungen zu verwandeln. Für Wahrnehmungen ist ausschließlich das Gehirn zuständig, für das solche Rohdaten aber bloß böhmische Dörfer sind. Die Sinnesorgane übersetzen sie ihm deshalb in die einzige Sprache, die es verstehen kann: in die Sprache elektrischer Impulse. Aus diesen digitalen Signalen bastelt sich das Gehirn seine Weltmodelle zusammen.
Kast erläutert, wie das Gehirn bei seiner Konstruktionsarbeit vorgeht, welche Vorkehrungen es trifft, um zu verhindern, dass Wahrnehmungen mit Fantasien verwechselt werden, und wie es kommt, dass das Gehirn eine Aufgabe spielend löst, an der Computer nach wie vor kläglich scheitern: einen Gegenstand wiederzuerkennen, auch wenn er sich äußerlich ständig verändert.
Allmählich hat es sich herumgesprochen: Emotionen sind keineswegs funktionslos gewordene Überbleibsel der Evolution. Erst recht sind sie nicht die ewigen Widersacher der Vernunft, die so weit wie möglich ausgeschaltet werden sollten. Ganz im Gegenteil: Die Emotionen spielen eine Schlüsselrolle bei allen Akten des rationalen Denkens und Handelns. Menschen, deren Limbisches System zerstört ist, verwandeln sich nicht etwa in hyperrationale Roboter, sondern in Zombies, die unfähig sind, Entscheidungen zu treffen. In Kasts Augen sprechen die jüngsten Befunde der Hirnforschung dafür, dass es an der Zeit wäre, Freud zu rehabilitieren.
Vor einigen Jahren sind die Neurophysiologen Giacomo Rizzolati und Vittorio Gallese in der Großhirnrinde von Affen auf eine merkwürdige Art von Neuronen gestoßen. Diese Neuronen sind auf die Steuerung komplexer körperlicher Bewegungsabläufe spezialisiert. Außerdem werden sie immer dann aktiviert, wenn ein Affe einen Artgenossen bei einer bestimmten Handlung beobachtet. Diese Spiegelneuronen liegen beim Affen in dem Hirnareal, von dem man annimmt, das sich aus ihm das menschliche Sprachzentrum entwickelt hat. Hat man damit endlich den Ursprung der Sprache und der Fähigkeit zur Empathie und Imitation gefunden? Kast ist eindeutig dieser Auffassung, und er kann es schlüssig begründen.
Kast prophezeit, dass die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung das menschliche Selbstverständnis fundamental verändern werden. Darüber kann man lange streiten. Bisher jedenfalls gibt es dafür kaum andere Anzeichen als haufenweise Bücher über „emotionale Intelligenz“. Aber über Kasts Buch braucht man nicht zu streiten. Es bringt das Kunststück fertig, in Form von Reportagen in den aktuellen Stand der Hirnforschung einzuführen und dabei alles Wesentliche zu behandeln. .
weiterlesen weniger lesen
21.12.2016
Wir verwenden Cookies, um den bestmöglichen Service zu bieten. Weitere Informationen in unserer Datenschutzerklärung .
Newsletter 10% Rabatt