Treibsand: Was es heißt, ein Mensch zu sein

 
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Treibsand: Was es heißt, ein Mensch zu sein

Beschreibung

Vom Wissen um unsere Sterblichkeit

Die Diagnose Krebs erinnerte Henning Mankell an einen Albtraum aus seiner Kindheit: an das Bild im Treibsand zu versinken. In dieser Krise hilft Mankell das Nachdenken über die großen Fragen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Welche Art von Gesellschaft will ich mitgestalten? Ausgehend von eigenen Erlebnissen beschäftigt er sich mit den Anfängen der Menschheit, reflektiert über politische Fragen der Zukunft und schildert, was Kunst in schweren Momenten bedeuten kann. Denn dass das Leben trotz privater und globaler Katastrophen lebenswert ist, davon ist Mankell überzeugt.

(1 mp3-CD, Laufzeit: ca. 10h 28min)

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Sozialkritisch und mitreißend

Von Annegret am 2017-08-31 10:25:39
„Der Sandmaler“ ist eine Geschichte darüber, wie die Konfrontation mit den eigenen Privilegien einen Menschen verändern kann – oder eben nicht. Zwar spielt der Roman Anfang der 1970er Jahre, doch die Thematik macht ihn hochaktuell. Am Flughafen treffen die beiden Teenager Elisabeth und Stefan zufällig aufeinander. Sie haben vor einigen Monaten die Schule beendet und sich seitdem nicht wiedergesehen. Beide reisen in den Urlaub in ein nicht namentlich genanntes Land an der afrikanischen Atlantikküste. Sie entscheiden sich, die Zeit zusammen zu verbringen. Zu Anfang wirkte der Roman etwas banal auf mich. Die Anreise nimmt etwas zu viel Raum in dem nur 156 Seiten langen Buch ein. Doch nach der Landung offenbart Henning Mankell den Kontrast zwischen Touristen und Einheimischen und schafft damit ein fesselndes, sozialkritisches Werk, das nachdenklich macht. Die weißen Reisenden erleben in ihren sicheren, bequemen Hotels und an den malerischen Stränden eine realitätsferne Version Afrikas. Wer nicht unter die Oberfläche schauen möchte, muss das auch nicht tun. Nach und nach offenbaren sich Elisabeth und Stefan die Armut und die Folgen von Kolonialismus und Korruption, die den Alltag prägen. Elisabeth, die anfangs naiv und unsicher wirkt, beschäftigt sich immer mehr mit den Lebensbedingungen vor Ort. Dabei wird sie erwachsen, findet zu sich selbst und fängt an, eine eigene Meinung zu bilden. Stefan hingegen, der aus einer wohlhabenderen, privilegierteren Familie als Elisabeth stammt, ist der Inbegriff eines rassistischen, ignoranten Touristen. Er scheint sich innerhalb des Buches nicht weiterzuentwickeln. Elisabeth hängt ihn emotional und geistig ab. Henning Mankell kann nicht nur Krimis schreiben. Sein erster Afrika-Roman, der bereits 1974 erstmals erschien, nimmt den Leser mit auf eine faszinierende und erschütternde Reise auf den schwarzen Kontinent.

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