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Freakonomics: Überraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen - Warum wohnen Drogenhändler bei ihren Müttern? * Führt mehr Polizei zu weniger ... Revolver? * Macht gute Erziehung glücklich?

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Aha-Effekte garantiert!


Die moderne Welt wird immer komplizierter. Und selten ist konventionelle wissenschaftliche Methodik geeignet, uns auf vernünftige Fragen praktische Antworten zu liefern. Steven Levitt, ein brillanter junger Professor der Wirtschaftswissenschaften, untersucht mit ökonomischen "Werkzeugen" eine Vielzahl gesellschaftlicher Themen. In Zusammenarbeit mit dem Journalisten Stephen Dubner ist ein Buch entstanden, das zahlreiche Aha-Effekte garantiert, das uns manchmal schmunzeln lässt und stets über eindimensionales Denken hinausführt. So lassen sich viele scheinbar komplexe Probleme mit dem richtigen Schlüssel relativ einfach lösen. Hier werden Fragen aus verschiedensten Gebieten beantwortet, Fehleinschätzungen korrigiert und Verbindungen hergestellt, an die man oft nicht einmal ansatzweise denkt.


Was meinen Sie:


. Sind Swimmingpools gefährlicher als Revolver?


. Besteht ein Zusammenhang zwischen Abtreibung und Schwerverbrechen? (Die politisch "unkorrekte" Beantwortung dieser Frage hat den Autoren zahlreiche Drohbriefe beschert.)


. Welche Qualitäten besitzen gute Eltern, und können wir uns auf Erziehungsratgeber verlassen?


. Eher skurril, aber entlarvend: Die Antwort darauf, warum Drogenhändler überdurchschnittlich lang bei ihren Müttern wohnen, und dass der Aufbau von Drogenringen am ehesten mit der MacDonalds-Franchise-Struktur vergleichbar ist.


Ein Buch voller spannender, unterhaltsamer und unerwarteter Geschichten, das zeigt, wie voreingenommen wir an vieles herangehen. Spielerisch werden die Ressourcen des Querdenkens aktiviert: Auf neue Ideen und kreative Lösungen kommen wir nur, wenn wir Probleme aus einer anderen als der gewohnten Perspektive betrachten.


Medium Taschenbuch
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 2007-09-01
Sprache Deutsch
Herausgeber Goldmann Verlag
EAN / ISBN-13 9783442154517
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Frank schreibt:
Ein Mädchen, das in den neunziger Jahren in Kalifornien geboren wurde, heißt Imani, Ebony, Shanice, Aaliyah oder Precious. Was sagen diese Namen aus? Jede Menge - behauptet Steven Levitt, Ökonom von der Universität Chicago und einer der originellsten Sozialwissenschaftler der Gegenwart. Erstens hat ein kalifornisches Mädchen, das einen dieser fünf Vornamen trägt, höchstwahrscheinlich eine schwarze Mutter - denn weißen Eltern würde es nicht im Traum einfallen, ihre Töchter so zu nennen. Zweitens kann man darauf wetten, dass diese schwarze Mutter unverheiratet, als Teenager schwanger geworden und in einem Ghetto aufgewachsen ist, dass sie keine höhere Schule besucht hat und ihre Einkommensverhältnisse miserabel sind und bleiben werden. Und drittens dürfte diese schwarze Mutter ihrerseits einen schwarzen Vornamen haben. Nach Levitt signalisieren schwarze Unterschicht-Eltern mit ihrer Entscheidung für schwarz klingende Namen, dass sie sich mit der Ghetto-Gemeinschaft solidarisch fühlen und dass sie nicht daran glauben, dass ihrem Nachwuchs der gesellschaftliche Aufstieg gelingen könnte. Dementsprechend vergeben weiße Eltern Namen, die nicht nur typisch weiß sind, sondern in denen noch dazu ihr sozioökonomischer Status und ihr Bildungsniveau zum Ausdruck kommen. Hierbei spielen die aufstiegsorientierten Eltern eine Schlüsselrolle. Sie übernehmen nämlich ständig die Namen, die bei den Oberschichten gerade in Mode sind. Dadurch werden diese Namen zur Massenware, und schließlich stoßen die Oberschichten sie ab und lassen sich neue einfallen. Danach beginnt das Macht- und Distinktionsspiel wieder von vorn.
Im Jahre 1989 begann der Soziologie-Doktorand Sudhur Venkatesh damit, die Lebensbedingungen der Schwarzen in den Slums Chicagos empirisch zu erforschen. Dabei geriet er in die Hände einer Bande junger Crackdealer. Venkatesh hatte jedoch Glück. Er konnte das Vertrauen der Dealer gewinnen und sie sechs Jahre lang aus nächster Nähe beobachten. Am Ende wurde ihm sogar ein Stapel mit Notizbüchern überlassen, in denen sämtliche Einnahmen und Ausgaben der Bande aufgeführt waren. Als sich Venkatesh und Levitt viel später mit diesen Aufzeichnungen befassten, machten sie eine verblüffende Entdeckung: Die meisten Dealer lebten noch bei ihren Eltern. Warum? Weil sie das Pech hatten, einer straff hierarchischen Organisation anzugehören, in der sie nur die Position der "Fußsoldaten" einnahmen. Während ihnen dieser niedrige Rang einen Hungerlohn von 3,30 Dollar die Stunde einbrachte, verdienten die "Offiziere" immerhin 700 Dollar im Monat. Hingegen strich der Boss - übrigens ein Marketing-Fachmann, der Betriebswirtschaft studiert hatte - 8500 Dollar im Monat ein. Der Boss hatte allerdings wiederum Bosse über sich, denen er 20 Prozent seiner Umsätze für die Lizenz abtreten musste, innerhalb eines bestimmten Gebiets mit Crack handeln zu dürfen. Levitts Fazit: Drogenhändlernetzwerke funktionieren im Wesentlichen wie kapitalistische Konzerne - wobei die Ähnlichkeit mit McDonald's am größten ist.
Rassistische Einstellungen empirisch nachzuweisen, gilt als mühseliges Geschäft. Doch Levitt hat eine neue Methode entdeckt, die ebenso einfach wie effizient ist: die statistische Analyse von Dating-Sites im Internet. In den Vereinigten Staaten ist es üblich, dass diejenigen, die sich auf solchen Websites präsentieren, ihre eigene Hautfarbe angeben und erklären, welche sie bei potentiellen Partnern vorziehen würden. Als Levitt die Methode anwandte, förderte er eine krasse Diskrepanz zu Tage: Ungefähr die Hälfte der weißen Frauen und 80 Prozent der weißen Männer beteuerten, dass die "Rasse" für sie keine Bedeutung habe. Doch die weißen Männer, die behauptet hatten, die Hautfarbe spiele für sie keine Rolle, schickten 90 Prozent ihrer E-Mails an weiße Frauen. Ähnlich verhielt es sich mit den weißen Frauen, deren E-Mails zu 97 Prozent bei weißen Männern landeten. In den 60er, 70er und 80er Jahren kam es in den Vereinigten Staaten zu einem explosionsartigen Anstieg der Kriminalitätsrate. Doch Anfang der 90er Jahre ging sie plötzlich und mit einer Geschwindigkeit zurück, die die Experten völlig überraschte. Schließlich warteten sie mit einer Reihe von Hypothesen auf. Mit einigen davon - Verschärfung der Waffengesetze, häufigere Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe, Wirtschaftsboom und Rückgang der Arbeitslosigkeit, Überalterung der Bevölkerung - macht Levitt kurzen Prozess. Anderen - Veränderungen auf dem Drogenmarkt, Verschärfung und rigorosere Anwendung der Strafgesetze, Verstärkung der Polizeikräfte - bescheinigt er, nicht wenig zur Erklärung beizutragen. Außerdem gibt es noch die Auffassung, dass die Einführung neuer Polizeistrategien umwälzende Folgen gehabt hätte. So soll der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani, geleitet von der "Theorie des zerbrochenen Fensters", die Schwerkriminalität eingedämmt haben, indem er Bagatelldelikte gnadenlos verfolgen ließ. Dabei wird nur übersehen, dass die Kriminalität schon Anfang der 1990er Jahre gesunken ist, und das nicht nur in New York, sondern überall in den Vereinigten Staaten und lange vor dem Amtsantritt Giulianis. Doch Levitt ist auf einen anderen, entscheidenden Umstand gestoßen: 1973 wurde die Abtreibung in sämtlichen amerikanischen Bundesstaaten legalisiert. In den folgenden Jahren kamen deswegen Millionen unerwünschte Kinder weniger zur Welt als früher. Das zog ein Sinken der Kriminalitätsrate nach sich, denn unerwünschte Kinder geraten leicht auf die schiefe Bahn. Steven Levitt ist eher ein aufgeklärter amoralischer Technokrat als ein Linker. Und seine Klassentheorie ist nicht weniger anfechtbar als es seine gesellschaftstheoretischen Grundannahmen überhaupt sind. Aber er ist ein Virtuose darin, Verbindungen zwischen Alltagsphänomenen herzustellen, die scheinbar nicht das Geringste miteinander zu tun haben. Eines der provokativsten und aufschlussreichsten Bücher der letzten Zeit.
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21.12.2016
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