Kalmann

 
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Kalmann

Beschreibung

Er ist der selbsternannte Sheriff von Raufarhöfn. Er hat alles im Griff. Kein Grund zur Sorge. Tag für Tag wandert er über die weiten Ebene um das beinahe ausgestorbene Dorf, jagt Polarfüchse und legt Haiköder im Meer aus, um den Fang zu Gammelhai zu verarbeiten. Doch in Kalmanns Kopf laufen die Räder manchmal rückwärts. Als er eines Winters eine Blutlache im Schnee entdeckt, überrollen ihn die Ereignisse. Mit seiner naiven Weisheit und dem Mut des reinen Herzens wendet er alles zum Guten. Kein Grund zur Sorge.

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Produktdetails

EAN / ISBN-:
9783257071382
Medium:
Gebundene Ausgabe
Seitenzahl:
352
Erscheinungsdatum:
2020-08-26
Edition:
1
Herausgeber:
Diogenes
EAN / ISBN-:
9783257071382
Medium:
Gebundene Ausgabe
Seitenzahl:
352
Erscheinungsdatum:
2020-08-26
Edition:
1
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Diogenes

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Wunderbar normal

Von Franziska am 2020-11-30 17:28:12
Kalmann ist 33 Jahre alt und lebt im Haus des Großvaters in Raufarhövn, einem kleinen und verschlafenen Fischerdorf im Nordosten Islands. Im Dorf ist Kalmann bei manchen auch als "Dorftrottel" abgestempelt, doch sein Großvater brachte ihm bei, dass jeder Mensch anders sei und somit auch Kalmann irgendwie "normal" sei. Diese Sichtweise zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Kalmann ist der selbsternannte Sheriff des Ortes und hat von seinem Großvater das Jagen und Fischen gelernt. Inzwischen stellt er den (beinahe) besten Gammelhai der ganzen Gegend her. In seiner liebenswürdigen Art treiben ihn oft kindlich geprägte Gedanken, Unsicherheit oder unkntrollierte Wut umher. Ganz normal eben. Eines Tages findet Kalmann eine große Blutlache, die dem Vermissten Robert McKenzie zugeordnet werden kann. Die Polizei wirbelt den Ort mächtig auf und mit der schönen Ruhe ist es vorbei. Kalmann ist ein sehr spezieller Protagonist, den man einfach gerne haben muss. Letztlich regt das Buch sehr zum Nachdenken über das eigene Schubladendenken an und offenbart, wie unterschiedlich und speziell jeder Mensch ist und dadurch doch normal wird. Ein schönes Buch, dass die hohe Wertung sehr verdient!

Auf Kalmann ist Verlass

Von Ina am 2020-11-09 10:27:03
Kalmann Odinsson lebt in Raufarhöfn, einer kleinen Gemeinde im menschenleeren Nordosten Islands. Früher, als es noch Heringsschwärme gab, war es ein prosperierender Ort, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Jetzt zählt Raufarhöfn nur noch 173 Einwohner. Auch Touristen verirren sich nur selten in die Gegend. Das Leben in Raufarhöfn ist beschaulich bis zu dem Tag, an dem der reichste Mann des Ortes, Robert McKenzie, spurlos verschwindet. Allerdings nicht ganz spurlos, denn Kalmann findet während der Fuchsjagd eine große Blutlache im Schnee. Wurde Robert McKenzie etwa an dieser Stelle ermordet? Bald steht Kalmann im Mittelpunkt des Interesses von Polizei und Medien. Kalmann ist, wie sein Großvater immer sagte, „besonders“. Mit über 30 hat er das Bewusstsein eines Kindes, doch er ist mutig und ehrlich und im Dorf durchaus angesehen, nicht nur, weil er den zweitbesten Gammelhai Islands herstellt. Den besten machte Kalmanns Großvater, der inzwischen jedoch dement in einem Pflegeheim lebt. Kalmanns Vater, ein Amerikaner, den er nur einmal als Kind zu Gesicht bekam, vererbte ihm eine Mauser, einen Sheriffstern und den dazu passenden Hut. So ausgestattet patroulliert Kalmann die Straßen von Raufarhöfn und sorgt dafür, dass alles seine Ordnung hat. Seit sein Großvater im Pflegeheim lebt, ist Kalmann viel allein. Seine Mutter arbeitet in einer größeren Stadt, seinen einziger Freund Noi kennt er nur vom Computerbildschirm und die wenigen Frauen im Ort, die ihm gefallen, sind alle schon vergeben. Wir begleiten Kalmann in seinem Alltag, erfahren viel von seinen Gedanken und erfahren durch seine Augen die grandiose Natur Islands. Es ist ein ruhiger und poetischer Roman, der Kriminalfall steht nicht unbedingt im Vordergrund, auch wenn manches eine überraschende Wende nimmt und sich als ganz anders herausstellt als zunächst angenommen. Ein besonderer Protagonist und ein ungewöhnliches Buch.

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