Die Stadt der träumenden Bücher

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Liebling ❤: Die Stadt der Träumenden Bücher

Zusammenfassung

Das beschauliche Leben des Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz soll auf den Kopf gestellt werden, als sein Dichtpate ihm ein besonderes Vermächtnis macht: das herausragende Manuskript eines unbekannten, scheinbar genialen Autors. Wild entschlossen, den Schöpfer ausfindig zu machen, begibt sich Mythenmetz nach Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher. Noch ahnt er nicht, dass ihm die dort ansässigen Literaturkenner nicht immer freundlich gesinnt sein werden – und dass er den unheimlichen Katakomben von Buchhaim näher kommen wird, als ihm lieb ist.

Bild des Buches Die Stadt der träumenden Bücher

Unsere Meinung:

„Die Stadt der Träumenden Bücher“ lädt in der Tat zum Träumen ein. Walter Moers ist es gelungen, eine Welt zu kreieren, die die Fantasie nicht nur anregt, sondern unsere Imagination regelrecht herausfordert. Eine Welt, die ihren Leser verschlingt und deren Bann man sich kaum entziehen kann – und auch nicht möchte. Und so verbringt man gerne einmal Stunden in der Welt von Hildegunst von Mythenmetz und erschafft mit jeder Seite neue Schauplätze, einer mystischer als der andere.

Wer sich damit schwertut, Figuren ein Gesicht zu geben, dem helfen die liebevollen Illustrationen von Walter Moers, die beinahe jede Seite des prallen Buches zieren. Denn wer weiß schon, wie Schrecksen aussehen? Oder gar Nattifftoffen? Diesen und anderen Wortneuschöpfungen begegnet man übrigens häufiger – und nicht selten stolpert man über sie. Wer gerne schnell liest, neigt dazu, den Charakteren irgendwann eigene Namen zu geben – so zumindest unsere Erfahrung. Ansonsten lässt sich „Die Stadt der Träumenden Bücher“ flüssig lesen, dazu tragen auch die bereits erwähnten Illustrationen sowie zahlreiche Gedichtstrophen und Fußnoten bei, die den Text auflockern. Wer also dem Alltag entfliehen und seiner Fantasie freien Lauf lassen möchte, ist mit Walter Moers’ „Die Stadt der Träumenden Bücher“ sehr gut beraten.

Einige Worte zum Autor:

Walter Moers wurde 1957 in Mönchengladbach geboren. Erste Bekanntheit erlangte er vor allem als Zeichner satirischer Comics, die seinerzeit für viel Wirbel sorgten. 1988 erfand Moers seine wohl bekannteste Figur: Käpt’n Blaubär. An ihn angelehnt erschien 1999 der Roman „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“, der weltweit die Bestsellerlisten anführte. Moers erschuf dafür Zamonien, eine fiktive und komplexe Welt, die Grundlage zahlreicher Nachfolgeromane ist, darunter „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ und „Die Stadt der Träumenden Bücher“.

Was unsere Leser von dem Buch denken


Barbara, 21.05.2019

Eines meiner Lieblingsbücher
Sehr spannend, lustig, komisch, frech, nachdenklich, traurig, grausam, rasant, lehrreich, fantasievoll, eloquent, detailverliebt, betörend, liebevoll und sehr sehr süchtig machend.

Brigitte, 01.08.2018

Ich fühlte mich wie ein Buchling
Toller Fantasyroman aus Zamonien. Anfangs war ich skeptisch, da ich zuvor keine Fantasyromane gelesen habe, aber das was ich da in den Händen hält lies mich nicht mehr los. Mit Hildegard von Mythenmetz ging ich jeden Abend auf eine Abenetuerreise durch die Katakomben von Buchaim. Der Auto Walter Moers hat hier das Orm wohl perfekt umgesetzt, aber wie er selber sagt ist er nur der Übersetzer gewesen.

Oliver, 26.11.2013

In diesem Buch geht es um Bücher. Hildegunst von Mythenmetz schreibt autobiografisch (Walter Moers behauptet nur der Übersetzer aus dem Zarmonischen zu sein) sein Werdegang zum Schriftsteller. Dies ist aber nur der Hintergrund einer unheimlich spannenden Geschichte, die Hildegunst, ein drachenartiger Vertreter der verschiedenen Rassen Zarmoniens, auf der Suche nach dem Autor eines unglaublich genialen Stücks Literatur, welches er von seinem Onkel geerbt hatte, erlebt. Er beginnt die Suche in der Stadt der Träumenden Bücher und ist bald mitten drin in mafiösen Machenschaften, Verrat, Betrug und Mord. Es verschlägt ihn in die unendlichen Weiten eines unterirdischen Labyrinths, welches sich kilometerweit unter der Stadt ausbreitet und findet nach fantastischen Begegnungen bedrohlicher, aber auch freundlicher, Art endlich seinen genialen Schriftsteller, allerdings ganz anders, als er sich hätte träumen lassen. Diese Buch ist meines Erachtens das beste Buch von Walter Moers. Der Autor beweist eine unerschöpfliche Fantasie und man schwelgt in witziger, romantischer, spannender oder auch einfach nur bekloppter Experimentalliteratur. Moers lässt sich viel Zeit (Gott sei Dank) die Liebe zum Buch in den verschiedensten Stilrichtungen und Ausdrucksformen durchschimmern zu lassen. Besonders gelungen sind die Anagramme, die sich Moers für die verschiedenen zarmonischen Dichter ausgedacht hat, die meisten davon sind bekannte Schriftsteller, die er oft passend, wenn auch meist kritisch, charakterisiert. So wird Oscar Wilde zu Orca de Wils, oder (mein Lieblingsanagramm) Friedrich Hölderlin zu Dölerich Hirnfidler. 5 Punkte (wenn möglich hätte ich auch 6 vergeben) für ein äußerst gelungenes Buch, welches Witz, Fantasie und Spannung gekonnt vereint.

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